TECH

Der technische Teil dieses Blogs befasst sich zunächst mit der von mir verwendeten Ausrüstung inkl. Zubehör. Ich stelle auch die zur Bildver- und Bearbeitung genutze Software vor.

Systemkameras

Ich verwende jetzt schon seit einigen Jahren ausschließlich Micro-Four-Third-Systemkameras. Warum? Mir gefällt der Kompromiss aus Kompaktheit (auch wenn ich, wie weiter unten erwähnt, teilweise noch auf die voluminöseren FT-Objektive von Olympus zurückgreife) und guter Bildqualität. Darüber hinaus eignen sich die Kameras hervorragend für die Adaption alter analoger Objektive von Canon, von denen ich mir einige zugelegt habe.

Einige der Panasonic-LUMIX-Kameras sind schon durch meine Hände gegangen, u. a. eine GF1 eine GX1, eine GX7 und eine GH2, sowie kurzzeitig eine GH3. Mit Anschaffung der GH3 habe ich parallel auch die Fühler nach der Olympus OM-D EM-1 augestreckt. Der Hintergrund ist einfach: Ich nutze noch einige Objektive aus der Olympus FT-Serie. Optisch sind die FT-Objektive vielleicht mit Ausnahme der M.Zuiko Pro Serie und einigen Panasonic Leica-Modellen allen MFT-Objektiven überlegen, natürlich auf Kosten der doch z. T. deutlich größeren Abmasse (es kommt ja auch immer noch der FT-MFT Adapter dazu). Was mich immer ein wenig gestört hat, ist die Tatsache, dass die Objektive zwar grundsätztlich mit den Panasonic-Kameras funktionieren, allerdings mit Einschränkungen bzgl. des Autofokus. Nur Olympus hat es seit der EM-1 geschafft, dank eines doppelt ausgelegten Autofokussystems die alten Schätzchen adäquat in die aktuelle Zeit zu retten. Der Kontrastautofokus wird für die MFT-Objektive verwendet, für die FT-Objektive kommt ein Phasenautofokussystem zur Anwendung. An anderer Stelle mehr zu den FT-Objektiven…

Wie auch immer, ich bin jetzt bei der EM-1 hängen geblieben und immer noch dabei, mich durch sämtliche Optionen dieser Kamera zu wühlen! Die GH3 und die GX7 sind wieder weg. Letztere ist zwar als handliche Reportagekamera vor allem mit dem Pancake-Zoom gut zu gebrauchen, aber die Olympus-Kamera ist nur unwesentlich größer. Sie ist aber doch noch sehr handlich und wegen des größeren Griffs fühlt man sich sicherer in der Handhabung. Noch mehr Griffsicherheit mit dann allerdings auch höherem Gewicht erreicht man mit dem optionalen Batteriegriff HLD-7.

Olympus OM-D EM-1 mit Olympus ZUIKO DIGITAL ED 12‑60 mm 1:2,8‑4,0 SWD mit Batteriegriff HLD-7

Darüber hinaus habe ich noch eine G3, die als Infrarot-Kamera mit 700 nm Sperrfilter umgebaut wurde. Zur Infrarot-Fotografie wird es eine spezielle Seite geben.

Erwähnt werden sollte vielleicht noch, dass ich meine Ausrüstung nahezu ausschließlich auf dem Gebrauchtmarkt kaufe. Ich habe hier wirklich gute Erfahrungen gemacht und stehe auf dem Standpunkt, dass ich Amateur und somit nicht immer auf die neueste technologische Entwicklung angewiesen bin. Und bekanntermassen ist die Ausrüstung nur ein Mosaiksteinchen auf dem Weg zu guten Bildern. Aber das ist eine andere Geschichte…

Mehr zur Olympus OM-D EM-1

Mehr zur Panasonic LUMIX G3 (IR)

Objektive

Insgesamt gehören zur Zeit drei Olympus MFT-Objektive zur Ausrüstung:

  • Olympus M.ZUIKO DIGITAL ED 14‑42 mm 1:3.5‑5.6 EZ PANCAKE
  • Olympus M.ZUIKO DIGITAL ED 17 mm 1:1,8
  • Olympus M.ZUIKO DIGITAL ED 25 mm 1:1,8
  • Olympus M.ZUIKO DIGITAL ED 45 mm 1:1,8
  • Olympus M.ZUIKO DIGITAL ED 60 mm 1:2,8 MACRO

Die MFT-Festbrennweiten sind relativ neu. Begeistert bin ich vom M. ZUIKO DIGITAL ED 17 mm 1:1,8. Sehr handlich, gute Gegenlichtblende und tolle Schärfe. Der Autofokus sitzt immer und ist sehr schnell. Mit der Blendenöffnung von 1,8 ist es eine sehr brauchbare Linse für Available Light in der Stadt. Zum M. ZUIKO DIGITAL ED 45 mm 1:1,8 kann ich bisher nur Gutes sagen. Eine super Portraitlinse mit schönem Bokeh. Ähnlich wie das 17 mm Objektiv mit toller Schärfe und schnellem AF. Ganz neu ist das M.ZUIKO DIGITAL ED 60 mm 1:2,8 MACRO. Ich habe es getauscht gegen das Lumix 45 mm Makro wegen der längeren Brennweite. Ein ausführlicher Test steht noch aus.

Darüber hinaus fotografiere ich, wie oben schon erwähnt, gerne mit den Olympus Four-Third Objektiven. Eine sehr lange Zeit lang habe ich das  ZUIKO DIGITAL 14‑54mm 1:2.8‑3.5 II verwendet. Eine schöne Linse mit erstklassigen Abbildungseigenschaften und universell einsetzbar mit 28 mm – 108 mm kleinbildäquivalentem Brennweitenbereich. Zur Ausrüstung gehören aktuell:

  • Olympus ZUIKO DIGITAL ED 12‑60 mm 1:2,8‑4,0 SWD
  • Olympus ZUIKO DIGITAL ED 50‑200 mm 1:2.8‑3.5
  • Olympus ZUIKO DIGITAL ED 9-18 mm 1:4,5-5,6
  • Olympus ZUIKO DIGITAL 1.4x Telekonverter EC‑14
  • Olympus ZUIKO DIGITAL Extension Tube EX-25

Mit der Kombination der ersten beiden Linsen hat man einen Brennweitenbereich von 24 mm bis 400 mm mit Blende 2,8 bis 4,0 und hervorragender Bildqualität abgedeckt. Mit dem ZUIKO DIGITAL 1.4x Telekonverter EC‑14 kommt man auf 560 mm bei Blende 5,6. Ehrlicherweise sollte aber erwähnt werden, dass das ZUIKO DIGITAL ED 50‑200mm 1:2.8‑3.5 zumindest im extremen Telebereich trotz hervorragendem Bilstabilisator der OM-1 sicher nur mit Stativ zu handhaben ist. Relativ neu in der Liste ist das ZUIKO DIGITAL ED 9-18 mm 1:4,5-5,6. Da ich mit Langzeitgelichtungen und Landschaftaufnahmen experimentieren will, ist dieses Objektiv für mich ein guter Einstieg, da es bei dieser Aufnahmetechnik nicht so sehr auf hohe Lichtstärke ankommt. Es ist nicht allzu schwer und hat gute bis sehr gute Abbildungseigenschaften und ist gebraucht zu vernüftigen Preisen zu bekommen.

Schließlich habe ich noch eine Reihe alter Canon FD-Objektive, sogenanntes „Altglas“ und zwar ausschließlich die Modelle mit Chromring und 55 mm Filtergewinde. Diese lassen sich mittels Adapter hervorragend an den MFT-Kameras einsetzen. Die Objektive sind z. T. sehr lichtstark und haben sehr gute Abbildungsleistungen. Es funktioniert dann nur die manuelle Blendenvorwahl und die Belichtung der Kamera erfolgt entsprechend automatisch. Elektronische Daten werden natürlich nicht übertragen und es muss selbstverständlich manuell fokussiert werden. Das ist aber mit den modernen Hilfsmitteln wie Fokus-Peaking und Fokus-Lupe sehr gut möglich. Zur Ausrüstung gehören ein Novaflex Canon FD – MFT Adapter, ein Adapter von Kiwi-Foto (LMA-FD_M4/3), sowie seit Neuestem ein Fokalreducer von Zhongyi, ein sogenannter Lensturbo II FD-M43. Dieser Adapter verringert die Brennweite um einen Faktor von 0,726 bei gleichzeitiger Erweiterung der Blende um eine Stufe. Aus dem Canon FD 50 mm 1:1,4, das in der MFT-Welt wegen des Crop-Faktors von 2 ein 100 mm 1:1,4 Objektiv ist, wird eine 72 mm 1:1,0 Linse, ein Sahnestückchen für Porträts. Sehr nützlich ist noch der CANON Extender FD 2x-A (zweifache Brennweitenverlängerung). Folgende Objektive gehören zur Ausrüstung:

  • CANON FD 24 mm 1:2,8 S.S.C.
  • CANON FD 35 mm 1:2,0 S.S.C.
  • CANON FD 50 mm 1:1,4 S.S.C.
  • CANON FD 85 mm 1:1,8 S.S.C.
  • CANON FD 500 mm 1:8,0 Reflex S.S.C.

Mehr zu den Objektiven…

Kompaktkameras

Zur Ausrüstung gehört auch noch eine LX7 Kompaktkamera. Dieses Teil finde ich einfach genial wegen der extrem hohen Lichtstärke bis Blende 1,4. Sie ist handlich und eine ideale „immer dabei“ Kamera. Zum Gerät besitze ich einige nützliche Extras, u. a. den hervorragenden Live View Sucher LV2.

Ein weiteres sinnvolles Zubehör ist der Kiwi Lens-Adapter LA-52LX7, mit dem man die Panasonic Vorsatzlisen DMW-LWA52 (Weitwinkelfaktor 0,7) und DMW-LT55 (Telefaktor 1,7) verwenden kann (letztere mit einem 52 auf 55 mm Zwischenring). Der Televorsatz ist eigentlich für die Superzoom-Kameras FZ200 und FZ100 vorgesehen, funktioniert aber in Telestellung an der LX7 super und nahezu ohne Vignettierung. In Summe kommt man gegenüber der Standardbrennweite der LX7 von 24-90 mm auf 17-153 mm. Der Televorsatz sieht zwar etwas überdimensioniert aus (d. h. das „Kompaktfeeling“ geht vollständig verloren), funktioniert aber wie gesagt ausgezeichnet.

Mehr zur LX7…

Zubehör

Der Bereich Zubehör lässt sich natürlich endlos ausdehnen. Ich werde hier im Wesentlichen Blitzgeräte und Stative sowie Kameragurte und Trageoptionen wie Taschen und Rucksäcke ansprechen. Keine Theorie oder Tests, sondern meine Erfahrungen mit den Teilen, die ich verwende.

Mehr zum Zubehör…

Software

Schließlich ist es heutzutage unabdinglich, die digitalen Bilder weiter zu verarbeiten. Das, was früher in der Dunkelkammer erfolgte, läuft jetzt am PC und der Fotograf hat den sogenannten Workflow selbst in der Hand. Es gibt unzählige Programme und einmal abgesehen vom unangefochtenen Marktführer Adobe, hat vermutlich jede dieser Anwendungen ihre spezifischen Stärken und Schwächen. Ich werde hier keine Fürsprache für irgendein Programm halten, sondern kurz die Programme, die ich verwende, beschreiben und in den einzelnen Blogartikeln jeweils auf die Umsetzung einer Idee mit den verwendeten Programmen eingehen. Die Programme, die ich hauptsächlich verwende, sind:

  • Adobe Potoshop Elements 15 mit den NIC-Filter Plug-Ins sowie Elements+
  • Silkypix Developer Studio Pro 8 für die Raw-Entwicklung
  • Zoner Photo Studio 18
  • Irfan View als schnellen Bildbetrachter

Mehr zur Software…